Die Historie des Stauferparks
Wie alles begann
Die ersten Schritte zur Entstehung des Stauferparks wurden von Carl Hommel, einem Göppinger Busunternehmer, im Jahre 1926 unternommen, der den Bau eines Flugplatzes für die zivile Luftfahrt auf dem Gebiet der „Großen Viehweide“ initiierte. Das Areal wurde bis dato von Bauern und Handwerkern aufgeteilt und war Gemeindeeigentum. Hier wurde auch bis 1858 der Maientag gefeiert.

Angrenzend hieran das Gebiet „Tabakäcker“. Hier wurde im 17. Und 18. Jahrhundert begünstigt durch das milde Klima im Albvorland Tabak angebaut, weil die Bauern nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) ein lukratives Erzeugnis sahen. Mit der Industrialisierung verlor der Tabakanbau im 19. Jahrhundert jedoch an Bedeutung.
Und der Galgenberg, die Richtstätte der Stadt, auf der im Mittelalter und der Frühen Neuzeit öffentliche Hinrichtungen vor den Toren der Stadt stattfanden – letztmalig wurde am 03. Juli 1834 durch den Scharfrichter der Faurndauer T.F. Rammenstein mit dem Schwert hingerichet.
Die Eröffnung des Fluglatzes war im Juni 1930. Teil der „Großen Viehweide ist heute noch das Gebiet nordwestlich der Roßbachstraße (Schrebergärten, Koppeln des RFG). 1933 wurde der Flugplatz zum Fliegerhorst der Nationalsozialisten und das Reichsluftfahrtsministerium ordnete die Stationierung eines Nahaufklärungsgeschwaders (1935: 12 Flugzeuge, 200 Soldaten) an, weshalb die Stadt den Vertrag zwischen ihr und Carl Hommel kündigte.
Cooke-Barracks
Die Amerikaner besetzten 1945 Göppingen. Captain John A. Holbrook war Gouverneur der Militärregierung. Die „Luftwaffen-Kaserne“ erhielt 1949 den Namen Cooke-Barracks, benannt nach Captain C.H. Cooke jr. Das Flugplatzareal wurde ausgebaut und die Landebahn asphaltiert, und es wurde der noch heute – auf dem Kleemann-Gebiet – bestehende Kontrollturm errichtet.
Es lebten ca. 2000 Amerikaner – teilweise mit ihren Familien – auf dem Areal. Die Soldaten wurden nach Ende des Kalten Krieges abgezogen und vom damaligen Oberbürgermeister Hans Haller am 08.03.1991 verabschiedet.

Das Gelände ging im Februar 1992 an das Bundesvermögensamt, von dem die Wohnbaugesellschaft der Stadt Göppingen das Gelände bis 1996 erwarb. Nach und nach siedelten sich im „Stauferpark“ Firmen an, die ehemaligen Wohnungen und Häuser wurden modernisiert, es entstand ein neuer Stadtteil für Arbeit, Sport, Kultur und Freizeit.
Danksagung:
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Rudi Bauer für seine Unterstützung zu diesem Beitrag.